Sehnlichst erwartete Hilfsgüter in die Ukraine geschickt. Unser Club hat mit unterstützt.

Unermüdlich organisiert die Neu-Isenburger Aktion „…täglich Brot für Beregovo“ Hilfstransporte für die West-Ukraine. Nun konnte der 89. mit wichtigen Hilfsgütern, aber auch Geschenken für Kinder losgeschickt werden. Unterstützung kam dieses Mal vom örtlichen Lions-Club.

Neu-Isenburg – Fleißige Hände der Umzugsfirma Besser und der Klasse 7eH der Brüder-Grimm-Schule sorgen am Mittwoch dafür, dass der 89. Hilfstransport von „… täglich Brot für Beregovo“ auf dem Gelände an der Hermannstraße schnell beladen ist. Mit auf die Reise geht ein ganz besonderes Geschenk an eine Kindereinrichtung des Diakonischen Zentrums von Berehove (früher Beregovo): ein sehr gut erhaltenes Karussell.

„Das habe ich vor Jahren mal im Offenbacher Schuhhaus Pautner gesehen, als es kürzlich aufgelöst wurde, habe ich es erwerben können – und jetzt macht es sicherlich viele Kinder ganz glücklich“, hat auch Leiterin Jutta Loesch einen Grund zur Freude. Die Kosten für Beladung und Transport von rund 4 000 Euro übernimmt diesmal der Lions Club Neu-Isenburg.

Die Folgen der russischen Aggression in der Ukraine werden immer spürbarer und verlagern sich vermehrt bis in die westlichen Landesteile, wo kürzlich erste Kampfdrohnen und Raketen einschlugen. „Ich bekomme nahezu täglich Nachrichten, wer getroffen wurde oder gar sein Leben verloren hat“, zeigt sich Jutta Loesch erschüttert. „Kann denn niemand diesen Wahnsinn stoppen?“, spricht sie wohl für viele. Dass sie mit ihrem Projekt „täglich Brot für Beregovo“ – den Namen will sie weiterhin so beibehalten – vielen von Leid geprüften Mitmenschen helfen kann, freut sie. Es ist aber nur ein schwacher Trost. „Es gibt Hunderttausende, die Hilfe benötigten“, ringt Jutta Loesch mit den Tränen. Selbst in und um Berehove ist die Not sehr groß.

Dank der großen Spendenbereitschaft hierzulande und dank dem fleißigen Team um Vera Henrici, das alles sortiert und verpackt, damit es keine Probleme an der Grenze gibt, konnte nun ein spezieller Weihnachtstransport auf den Weg gebracht werden. „Wir haben besonders um Spielsachen für Kinder und Geschenkpapier gebeten, das hat wunderbar geklappt“, zeigt Jutta Loesch auf viele Pakete mit der Aufschrift „Weihnachten“. Zudem konnten zwei Paletten Mehl, gespendet vom Café Ernst, sowie mehr als 100 Kartons mit medizinischen Gütern verladen werden. Weiterhin gingen viel große Säcke mit warmer Kleidung, aber auch viele Rollstühle mit auf den Weg. „Die Rollstühle werden vor allem für die immer mehr in das Diakonische Zentrum kommenden Verletzten von der Front benötigt“, verweist Jutta Loesch auf die sich weiter verschlimmernde Situation.

Noch vor Weihnachten möchte sie einen weiteren Hilfstransport auf den Weg bringen, was aber noch nicht sicher ist. „Wichtig war mir, dass wir diesen Transport mit den Spielsachen für die Kinder, dem Mehl und den medizinischen Gerätschaften jetzt losschicken konnten“, zeigt sich Loesch erleichtert. Großes Lob für das Engagement aller Beteiligten von „…täglich Brot für Beregovo“ gibt es von Landrat Oliver Quilling. „Über dieses Projekt konnten wir mittlerweile eine offizielle Partnerschaft des Kreises Offenbach mit Berehove einrichten“, betont er. Den „Reisesegen“ sprechen Pfarrer i. R. Matthias Loesch, sowie eine Schülerin und ein Schüler. Dann machte sich der Laster mit den schon sehnlichst im Diakonischen Zentrum in Berehove erwarteten Gütern auf den Weg gen Ukraine.

Leo Postl 21.11.24